Stadtmagazin
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Polizeidirektion Bad Segeberg

Videoüberwachung überführt Einbrecher-Duo in Bad Segeberg

07.09.2026
Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow

Polizeieinsatz, Notwehr und Irrtum: Warum ein Freispruch nach tödlichen Schüssen möglich sein kann

Wenn bei einem Polizeieinsatz ein Mensch stirbt, ist die öffentliche Reaktion häufig eindeutig: Viele erwarten eine strafrechtliche Verurteilung. Juristisch ist die Lage aber oft komplizierter. Strafgerichte müssen nicht nur den tragischen Ausgang bewerten, sondern die konkrete Situation, die Wahrnehmung der Beteiligten und die Frage, ob ein Verhalten gerechtfertigt oder entschuldigt war. Der Bundesgerichtshof hat am 30. Juni 2026 mitgeteilt, dass die Freisprüche mehrerer Polizeibeamter nach tödlichen Schüssen auf einen Jugendlichen in Dortmund rechtskräftig sind. Der zugrunde liegende Beschluss datiert vom 1. Juni 2026. Die Revisionen der Staatsanwaltschaft und zweier Nebenkläger hatten keinen Erfolg. (Quelle: BGH, Beschluss vom 01.06.2026, Az. 4 StR 638/25; Pressemitteilung Nr. 119/2026 vom 30.06.2026.) Worum ging es? Nach den Feststellungen des Landgerichts Dortmund waren Polizeibeamte am 8. August 2022 zu einem Einsatz gerufen worden. Der Jugendliche war ps
09.07.2026
Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow

Aussage gegen Aussage im Strafverfahren – wie Gerichte wirklich entscheiden

Bad Segeberg. Wer eine Vorladung erhält oder bereits Beschuldigter in einem Strafverfahren ist, stellt oft sehr schnell die gleiche Frage: *Was passiert eigentlich, wenn es keine Beweise gibt – sondern nur zwei widersprüchliche Aussagen?* Gerade im allgemeinen Strafrecht, etwa bei Körperverletzung, Bedrohung oder auch im Zusammenhang mit Vorwürfen im privaten Umfeld, kommt diese Konstellation häufiger vor, als man denkt. Für einen erfahrenen Strafverteidiger ist genau das ein zentraler Angriffspunkt.  ⚖️ Was bedeutet „Aussage gegen Aussage“ überhaupt? Von einer klassischen „Aussage-gegen-Aussage“-Situation spricht man, wenn im Strafverfahren im Kern nur zwei Personen beteiligt sind – etwa der Beschuldigte und der mutmaßlich Geschädigte – und keine weiteren belastbaren Beweismittel existieren. Das Gericht steht dann vor der schwierigen Aufgabe, zu entscheiden, welche Darstellung glaubhaft ist. Viele Betroffene gehen davon aus, dass in solchen F
05.05.2026
Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow

Achtung Kontrolle! Ermittlungsverfahren verstehen – vom Anfangsverdacht bis zur Einstellung

Viele Betroffene erfahren zum ersten Mal von einem Ermittlungsverfahren, wenn ein Schreiben der Polizei oder Staatsanwaltschaft im Briefkasten liegt. Begriffe wie Anfangsverdacht, Beschuldigter oder Einstellung wirken auf den ersten Blick technisch – haben aber ganz konkrete rechtliche Bedeutung. Wer weiß, wie ein Ermittlungsverfahren abläuft, kann Risiken besser einschätzen und Fehlentscheidungen vermeiden. Was ist ein Ermittlungsverfahren überhaupt? Ein Ermittlungsverfahren ist die erste Phase des Strafverfahrens. Es beginnt, sobald Polizei oder Staatsanwaltschaft Kenntnis von Umständen erlangen, die auf eine Straftat hindeuten könnten. Entscheidend ist dabei nicht, ob der Verdacht später bestätigt wird, sondern allein, dass ein sogenannter Anfangsverdacht besteht. Dieser kann sich aus einer Anzeige, einer eigenen Wahrnehmung der Behörden oder auch aus anonymen Hinweisen ergeben. Bereits zu
05.02.2026
Rackowlaw - Rechtsanwaltskanzlei Alexander-Georg Rackow

Muss eine Kündigung Gründe enthalten – und was bedeutet das im Kündigungsschutzprozess?

Bad Segeberg. Wer eine Kündigung in der Hand hält, schaut meist zuerst auf das „Warum“. Und wer kündigt, fragt sich häufig: Sollte ich den Grund lieber gleich ins Schreiben aufnehmen – oder lasse ich das besser? Die kurze Antwort lautet: Im Regelfall muss das Kündigungsschreiben keine Begründung enthalten. Entscheidend wird der Kündigungsgrund oft erst im Kündigungsschutzprozess – dort aber mit voller Wucht. Dieser Beitrag erklärt praxisnah (für Arbeitgeber und Arbeitnehmer), wann Gründe im Kündigungsschreiben erforderlich sind, welche Ausnahmen es gibt und wie sich das Fehlen einer Begründung im Verfahren vor dem Arbeitsgericht auswirkt. 1) Ausgangspunkt: Schriftform ja – Begründung meistens nein Eine Kündigung beendet ein Arbeitsverhältnis nur wirksam, wenn sie schriftlich erklärt wird (Papier, Originalunterschrift). Eine generelle Pflicht, den Kündigungsgrund im Kündigungsschreiben zu nennen, gibt es d
16.12.2025