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Bad Segeberg

Muss eine Kündigung Gründe enthalten – und was bedeutet das im Kündigungsschutzprozess?

Bad Segeberg. Wer eine Kündigung in der Hand hält, schaut meist zuerst auf das „Warum“. Und wer kündigt, fragt sich häufig: Sollte ich den Grund lieber gleich ins Schreiben aufnehmen – oder lasse ich das besser? Die kurze Antwort lautet: Im Regelfall muss das Kündigungsschreiben keine Begründung enthalten. Entscheidend wird der Kündigungsgrund oft erst im Kündigungsschutzprozess – dort aber mit voller Wucht. Dieser Beitrag erklärt praxisnah (für Arbeitgeber und Arbeitnehmer), wann Gründe im Kündigungsschreiben erforderlich sind, welche Ausnahmen es gibt und wie sich das Fehlen einer Begründung im Verfahren vor dem Arbeitsgericht auswirkt. 1) Ausgangspunkt: Schriftform ja – Begründung meistens nein Eine Kündigung beendet ein Arbeitsverhältnis nur wirksam, wenn sie schriftlich erklärt wird (Papier, Originalunterschrift). Eine generelle Pflicht, den Kündigungsgrund im Kündigungsschreiben zu nennen, gibt es d
16.12.2025
Bad Segeberg

Erziehungsregister im Jugendstrafrecht: Was ist das?

Bad Segeberg. Das Erziehungsregister ist ein eigenes Register innerhalb des Bundeszentralregistersystems, das ausschließlich jugendstrafrechtliche Entscheidungen erfasst. Es dient dazu, Maßnahmen zu dokumentieren, die gegen Jugendliche oder Heranwachsende verhängt wurden, ohne sie wie eine strafrechtliche Verurteilung zu behandeln. Der Grundgedanke dahinter ist der erzieherische Ansatz des Jugendstrafrechts, der darauf abzielt, junge Menschen zu unterstützen, die sich noch in einer sensiblen Entwicklungsphase befinden — und die deswegen oft andere Reaktionen benötigen als erwachsene Straftäter. Wann kommt es zu Eintragungen ins Erziehungsregister? Ein Eintrag erfolgt immer dann, wenn jugendstrafrechtliche Maßnahmen ausgesprochen werden, die nicht in das klassische Strafregister gehören. Dazu zählen insbesondere: Erziehungsmaßregeln, also Weisungen oder unterstützende Maßnahmen, die den Jugendlichen bei der Bewältigung seiner Lebenssituation be
15.12.2025
Bad Segeberg

Illegale Böller zu Silvester – was droht beim Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz?

Bad Segeberg. Wenn sich das Jahr dem Ende zuneigt, taucht alljährlich dieselbe Frage auf: Was ist beim Feuerwerkskauf eigentlich erlaubt – und wo beginnt die Strafbarkeit? Gerade rund um Silvester locken vermeintliche Schnäppchen oder besonders laute Böller aus dem Ausland viele Käufer an. Doch was viele unterschätzen: Der Umgang mit pyrotechnischen Gegenständen ist in Deutschland streng geregelt. Wer hier gegen das Sprengstoffgesetz verstößt, riskiert schnell erheblichen Ärger – bis hin zu empfindlichen Strafen. Ein Rechtsanwalt für Strafrecht wird jedes Jahr mit zahlreichen Fällen rund um illegale Feuerwerkskörper befasst. Daher lohnt es sich, die wichtigsten Punkte zu kennen, bevor man zum Jahreswechsel etwas kauft oder mitbringt, was später ein strafrechtliches Nachspiel haben kann. Warum illegale Böller ein strafrechtliches Risiko darstellen Feuerwerkskörper fallen unter das Sprengstoffgesetz (SprengG). Es legt genau fest, welche Produkt
11.12.2025
Bad Segeberg

Wie hoch kann eine Abfindung nach einer Kündigung sein?

Bad Segeberg. Viele, die mit einer Kündigung konfrontiert werden – oder darüber nachdenken, eine solche auszusprechen –, stellen sich früher oder später dieselbe Frage: Wie hoch kann eine Abfindung realistischerweise ausfallen? Obwohl es im Alltag häufig so wirkt, als gebe es feste Beträge, existiert in Deutschland kein allgemeiner gesetzlicher Anspruch auf eine Abfindung. Was am Ende gezahlt wird, hängt weit mehr von den Umständen des Einzelfalls ab, die oft komplexer sind, als sie auf den ersten Blick erscheinen. 1. Gibt es überhaupt einen Anspruch auf eine Abfindung? Die Vorstellung, nach jeder Kündigung stehe automatisch eine Abfindung zu, hält sich hartnäckig. Tatsächlich entstehen Abfindungen meist dann, wenn sich beide Seiten einigen, sei es im Rahmen eines Aufhebungsvertrags oder im Zuge einer vergleichsweisen Einigung vor Gericht. Auch besondere gesetzliche Regelungen – etwa bei größeren Umstrukturierungen oder freiwilligen Abfindungs
08.12.2025
Bad Segeberg

Versteckter Sachmangel nach Immobilienkauf – wie der Verkäufer aufklären muss

Bad Segeberg. Der Traum vom Eigenheim kann schnell Risse bekommen – im wahrsten Sinne des Wortes. Nach dem Hauskauf entdecken viele Käufer plötzlich Mängel, die ihnen beim Besichtigungstermin gar nicht aufgefallen sind. Feuchtigkeit im Keller, Schimmel hinter der Tapete oder ein Dach, das Asbest enthält – das sorgt nicht nur für Ärger, sondern oft auch für hohe Sanierungskosten. Dann steht schnell die Frage im Raum: Hätte der Verkäufer mich über diese Mängel informieren müssen? Und wenn ja – kann ich den Kauf rückgängig machen oder Schadensersatz verlangen? Ein aktuelles Urteil des Landgerichts Magedeburg zeigt, wie die Gerichte in solchen Fällen entscheiden – und wo genau die Grenze zwischen einem versteckten Sachmangel nach Immobilienkauf und der Eigenverantwortung des Käufers verläuft. 1. „Gekauft wie gesehen“ – was das wirklich heißt Fast jeder notarielle Kaufvertrag enthält eine Formulierung wie, dass das Haus „wie besic
06.11.2025
Bad Segeberg

Mieterhöhung nach Modernisierung: Was Mieter und Vermieter wissen müssen

Bad Segeberg. In vielen Städten und Gemeinden – auch rund um Bad Segeberg – werden derzeit Gebäude modernisiert, energetisch saniert oder auf Barrierefreiheit umgerüstet. Für Mieter bedeutet das oft: Baulärm, Einschränkungen – und höhere Mieten. Doch nicht jede Modernisierung rechtfertigt automatisch eine Mieterhöhung. Rechtsanwalt Alexander-Georg Rackow erklärt, wann Vermieter die Kosten rechtmäßig auf die Miete umlegen dürfen, welche Rechte Mieter während der Bauarbeiten haben und wann sich ein Widerspruch lohnt. Was gilt als Modernisierung – und was nicht? Der Begriff „Modernisierung“ ist im Mietrecht (§ 555b BGB) genau festgelegt. Als Modernisierung gelten Maßnahmen, die den Wohnwert nachhaltig erhöhen (z. B. neues Bad, Balkon, Aufzug), Energie oder Wasser einsparen (z. B. neue Heizungsanlage, Dämmung) oder die allgemeinen Wohnverhältnisse verbessern (z. B. Barrierefreiheit). Nicht dazu z
09.10.2025