Stadtmagazin
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Was geht beim D-Ticket?

2.000 Azubis in Neumünster könnten für 31,50 Euro „Öffis fahren“

Damit Busse und Bahnen bei Azubis nicht zu stark aufs Portemonnaie drücken: Die rund 2.000 Auszubildenden in Neumünster sollen das Deutschland-Ticket deutlich günstiger bekommen – möglichst sogar für die Hälfte. Für Azubis würde das bedeuten: Für 31,50 Euro pro Monat mit den „Öffis“ fahren. Dafür macht sich die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) jetzt mit einem Appell an die Landesregierung von Schleswig-Holstein stark.  Die NGG Schleswig-Holstein Nord fordert: „Das Land Schleswig-Holstein soll Azubis mit einem ‚D-Ticket light‘ unterstützen. Und zwar bei ihren täglichen Fahrten zum Ausbildungsplatz und zur Berufsschule. Aber auch in der Freizeit“, sagt NGG-Geschäftsführer Philipp Thom. Denn wenn das Deutschland-Ticket ab Januar von 58 auf 63 Euro pro Monat steige, dann sei das für Azubis „eine ordentliche Stange Geld“.  Ziel der NGG Schleswig-Holstein Nord ist es, Auszubildende mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Neumü
17.12.2025
Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt

Azubis in Neumünster können „24/7-Sprechstunde“ nutzen

Neumünster. Wenn es beim Job-Start nicht glatt läuft: „Von unbezahlten Überstunden über die Urlaubssperre bis zum Handyverbot – Azubis wissen oft nicht, wie sie dran sind“, sagt Ralf Olschewski. Er ist Bezirksvorsitzender der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) und hat einen Tipp für die rund 2.010 jungen Menschen, die gerade in Neumünster eine Ausbildung machen: „Wer Fragen oder Probleme hat, bekommt im Internet unter www.dr-azubi.de prompt und professionell Hilfe.“  Der „Azubi-Service“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) biete eine „24/7-Sprechstunde“ – egal, für welche Fragen: „Passt das Geld, das die Firma in Neumünster für die Ausbildung bezahlt? Was ist mit Überstunden und Urlaub? Was sollten Azubis machen, wenn es um Gefahren für die eigene Gesundheit geht? Wie funktioniert ein Wechsel vom Ausbildungsplatz? ...“, sagt Ralf Olschewski.  Der Vorsitzende der IG BAU Holstein ke
30.10.2025
NGG

11 Azubis für „Lebensmittel made in Neumünster“ gesucht

Neumünster kann lecker und macht satt: Insgesamt 11 Betriebe mit immerhin rund 420 Beschäftigten in Neumünster produzieren Nahrungsmittel. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hingewiesen. Die NGG Schleswig-Holstein Nord beruft sich dabei auf Zahlen der Arbeitsagentur.  Die Gewerkschaft hat für alle Jugendlichen in Neumünster, die vor dem Start ins Arbeitsleben stehen und eine Ausbildung suchen, eine Botschaft parat: „Essen und Trinken – das geht immer. Die Ernährungsbranche bietet relativ krisensichere Jobs. Außerdem lockt gerade die Lebensmittelindustrie mit guten Löhnen“, sagt Philipp Thom.  Von der Lebensmitteltechnik übers Labor bis zum Lager: „Das Spektrum an Ausbildungsberufen, in die Azubis bei der Lebensmittelherstellung einsteigen können, ist enorm breit. Von der Milch bis zum Müsliriegel und vom Materialeinkauf bis zum Marketing: Das Produzieren von Lebensmitteln ist ein weites Feld mit spannenden Jobs“, so Thom. 
30.06.2025
Stadt Neumünster

Warnstreik Müllabfuhr - Lösung für die betroffenen Bürger

Neumünster (em) Da die Gewerkschaft ver.di am vergangenen Mittwoch, 5. Februar 2025, zu einem ganztätigen Warnstreik aufgerufen hatte, blieben in Faldera und Teilen der Innenstadt die Mülltonnen stehen. Oberbürgermeister Tobias Bergmann erarbeitete jetzt in einem Gespräch mit dem Ersten Stadtrat Michael Knapp, der Personalchefin Stefanie Kitel, Peter Omland und Britta Stoffer vom Personalrat und dem Leiter des Technischen Betriebszentrums, Ingo Kühl, eine Entlastung für die betroffenen Bürgerinnen und Bürger. „Streik ist Streik – aber ich kann den Unmut der Bürgerinnen und Bürger über den nicht abgeholten Müll nachvollziehen. Daher haben wir jetzt eine pragmatische Lösung gefunden, die sofort für die Betroffenen Entlastung bringt und die auch soweit möglich auf nächste weitere Streiks angewendet werden soll“, zeigte sich Oberbürgermeister Tobias Bergmann erleichtert. Die betroffenen Bürgerinnen und Bürger in Faldera und Teilen der Innenstadt dürfen
11.02.2025
Stadt Neumünster

Kitas und Müllabfuhr vom Warnstreik betroffen

Neumünster (em) Da die Gewerkschaft ver.di am morgigen Mittwoch, 5. Februar 2025, zu einem ganztätigen Warnstreik aufruft, weist die Stadt Neumünster darauf hin, dass die Müllabfuhr und die Kindertagesstätten voraussichtlich betroffen sind. Die Kitas Faldera, Haartallee, Gartenstadt, Schubertstraße, Schwedenhaus und Wittorf werden voraussichtlich bestreikt. Die Elternvertreter sind entsprechend informiert und Notgruppen werden eingerichtet. Zudem wird die Müllabfuhr nahezu komplett bestreikt. Die Touren werden nicht nachgeholt. Es werden lediglich Not-Touren zu Seniorenheimen und weiteren sensiblen Bereichen gefahren, um die Hygiene zu gewährleisten. Auch der Sperrmüll wird abgeholt, aber alle weiteren Touren der Abfallentsorgung entfallen.  Für den Rettungsdienst der Berufsfeuerwehr wurde eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen.
04.02.2025
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten

„Wackelige Jobs“ in Neumünster: 33 Prozent der neuen Arbeitsverträge sind noch befristet

Neumünster (em) „Jobs auf Zeit“ sind wackelig: Wer heute in Neumünster einen neuen Arbeitsvertrag unterschreibt, der muss immer noch damit rechnen, dass nach einem oder anderthalb Jahren Schluss ist mit dem Job. „Es gibt zwar einen Fachkräftemangel. Trotzdem verzichten einige Betriebe in Neumünster nach wie vor darauf, ihre Beschäftigten zu binden: Sie drücken ihnen Verträge mit Zeitlimit in die Hand“, sagt Philipp Thom von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).  Der Geschäftsführer der NGG Schleswig-Holstein Nord nennt aktuelle Zahlen und beruft sich dabei auf die Bundesagentur für Arbeit: So haben nach Angaben der Gewerkschaft im ersten Quartal dieses Jahres private und öffentliche Arbeitgeber in Neumünster rund 3.100 Arbeitsverträge abgeschlossen. „33 Prozent davon waren befristete Jobs. Bundesweit lag diese Quote sogar bei knapp 34 Prozent. Ganz klar: Ziel muss es sein, so wenig befristete Jobs wie möglich zu haben“, sagt Philip
22.11.2024
NGG

Azubis in Neumünster können ihre eigene Vertretung wählen

Neumünster (em) „Junges Sprachrohr“ in den Betrieben: In Neumünster stimmen Azubis und junge Beschäftigte demnächst über ihre eigene Vertretung ab. Die Vorbereitungen für die Wahlen im Herbst laufen jetzt an. Es geht um die Jugend- und Auszubildenden-Vertretungen – kurz: JAV. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. „Es ist wichtig, die ‚Junior-Wahlen‘ im eigenen Betrieb jetzt auf die Beine zu stellen – egal, ob in der Firma mit Fließband oder im Hotel“, sagt Lisa Vordermeier-Weinstein. Denn bei der JAV gehe es um eine „starke Stimme der Jugendlichen und jungen Erwachsenen“, so die Gewerkschaftssekretärin der NGG Schleswig-Holstein Nord. „Die JAV kann im Betrieb ein wichtiges Wörtchen mitreden. Zum Beispiel dann, wenn es um gute Ausbildungsbedingungen geht: um Fahrkosten- oder Wohnheimzuschüsse für Azubis. Und bei der Ausbildungsqualität sind ruhige Orte zum Lernen genauso wichtig wie die Anschaffung
28.08.2024
IG Bau

11.500 Wohnhäuser in Neumünster sind „Asbest-Fallen“ bei Sanierung

Neumünster (em) Tonnen von Baumaterial mit Asbest stecken in Neumünster in Altbauten. „Von 1950 bis 1989 kamen Asbest-Baustoffe intensiv zum Einsatz. Es ist davon auszugehen, dass es in jedem Gebäude, das in dieser Zeit gebaut, modernisiert oder umgebaut wurde, Asbest gibt. Mal mehr, mal weniger“, sagt Ralf Olschewski von der IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU). Er spricht von „Asbest-Fallen“ und nennt Zahlen: „In den vier ‚Asbest-Jahrzehnten‘ wurden in Neumünster rund 11.500 Wohnhäuser mit 24.200 Wohnungen neu gebaut. Das sind immerhin 59 Prozent aller Wohngebäude, die es heute in der Stadt gibt. Dazu kommen noch Gewerbegebäude, Garagen, Ställe und Scheunen in der Landwirtschaft.“ Der Bezirksvorsitzende der IG BAU Holstein verweist dabei auf die „Situationsanalyse Asbest“, die die Bau-Gewerkschaft beim Pestel-Institut (Hannover) in Auftrag gegeben hat. „Asbest ist ein krebserregender Stoff. Wer in einem asbestbelasteten Haus wohnt, muss sich tro
13.11.2023